Per Instagram durch Deutschland reisen

Eigentlich bin ich schon auf dem Sprung und sitze schon halb im Auto. Aber bevor ich mich auf knapp 800km Weg quer durch die Republik mache, will ich hier wenigstens noch ein kleines Lebenszeichen hinterlassen.

Und da heute TravelThursday ist, nehme ich euch per Instagram auf eine kleinen Reise kreuz und quer durch Deutschland. Los geht’s:

Heidelberg

Ganz frisch vom letzten Wochenende: das Heidelberger Schloss.

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Koblenz und Rheinland-Pfalz

Letzten Herbst war ich auf der “Goethe” unterwegs auf dem Rhein.

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Chiemsee

Eine traumhafte Kulisse bei traumhaften Wetter gab es Ende März beim Wellness-Wochenende am Chiemsee. Hach, schee war’s.

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Weimar

Letztes Jahr hat es mich mal wieder nach Weimar verschlagen. Ich mag die Stadt richtig gern.

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Hamburg

…meine Perle. Und fast ein Stück Heimat. Seitdem ich nicht mehr dort wohne, muss ich wenigstens einmal im Jahr hin.

Merke: Kanu fahren auf der Alster ist großartig und der Ausblick aus der Elbphilharmonie könnte auch schlechter sein.

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Brandenburg

Brandenburg ist schön und super geeignet für lange Radtouren oder zum Surfen.

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Leipzig

Heimatstadt. Inzwischen fremd und doch vertraut. Auf jeden Fall die Stadt mit dem schönsten Bahnhof Deutschlands. Punkt.

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München

Ich höre mich noch vor vielen Jahren sagen und denken: Nach München würde ich niiiiemals ziehen. Nie! Tja, vor 5 Jahren hat mich das Schicksal (ok, der Job) doch hierhin verschlagen und ich habe das erste Mal richtige Heimatgefühle. Minga, i mog di!

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Mehr Instagrams gibt’s in meinem Feed, schaut doch mal vorbei: https://instagram.com/fernausloeserin

Die deutschsprachigen Host des TravelThursday sind übrigens:

Schaut doch einfach mal dort vorbei. Fernweh garantiert.

In diesem Sinne lasst es euch gut gehen und genießt die Ostertage. :)

 

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Themenmonat April: Deutschland – Warum in die Ferne schweifen?

Tagwolke Deutschland

Kaum hat der März angefangen, stecken wir auch schon mitten im April und ziehen in den nächsten Themenmonat weiter. Nach Österreich und Spanien bleiben wir diesen Monat in der Heimat, denn hier kann’s ja auch richtig schön sein. Ich mag den Frühling in Deutschland und die vielen ersten Male des Jahres. Der erste Kaffee auf dem Balkon, das erste Mal ohne Jacke nach draußen, die erste Mittagspause in der Sonne, der erste Biergartenbesuch, frisches Grün auf den Wiesen und blühende Bäume. Ich mag diese Zeit, in der alles neu erwacht und sich entwickelt. In diesem Jahr ganz besonders.

Diesen Monat wir werden zusammen durch Hamburg schlendern, zur Weinprobe nach Rheinland-Pfalz fahren, uns am Chiemsee entspannen, Heidelberg erkunden und hoffentlich noch einiges mehr. Ich freu mich drauf. :)

Wo in Deutschland gefällt es euch am besten?

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Spanien auf dem Teller mit easy peasy Tapas

Rezept Tapas easy peasy

Huch, hat der März nicht eben erst angefangen? Wo sind denn die letzten drei Wochen hin? Aber auch wenn es ruhig war, untätig war ich nicht. Die Reiseplanung für dieses Jahr läuft auf vollen Touren und schon am Wochenende geht’s los. Entspannung am Chiemsee bei bestem Frühlingswetter mit der Teilzeitreisenden Janett. Das wird fein. :)

Fast drei Monate ohne richtige Reisen. Einerseits ging es nicht anders, andererseits war es nur schwer auszuhalten. Das Einzige, was halbwegs gegen mein Fernweh hilft sind Reisefotos und (noch viel besser) Urlaubsessen. Letzteres habe ich letzte Woche probiert und mir ratz-fatz einen super-leckeren Tapas-Teller, mit Tortilla, Speck-Pflaumen, Chorizo und Oliven gezaubert. Dazu ein Gläschen Rotwein und Spanien tanzt auf deiner Zunge. Dass ich Tapas liebe, habe ich ja schon das eine oder andere Mal erwähnt. Meine Kombination ist zwar nicht ganz so ausgefallen, aber trotzdem zum Reinsetzen gut.

Man nehme (für 2 -3 Personen)

250g geschälte Kartoffeln, in ca. 1cm dicken Scheiben
2 EL Olivenöl
1 kleine Zwiebel, in dünne Streifen geschnitten
2 Knoblauchzehen, in dünne Scheiben geschnitten
1 TL glatte Petersilie, gehackt
3 Eier
8 Backpflaumen
4-8 Streifen Bacon
Chorizo (spanische Salami)
Oliven nach Geschmack (ich liebe die mit Mandeln gefüllten)
Baguette

Rezept Tapas Chorizo und Oliven

Und so geht’s:

  • Die Kartoffelscheiben in einer Topf aufkochen, 5 Minuten kochen lassen, abgießen und beiseite stellen
  • Das Öl in einer tiefen (beschichteten) Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen. Zwiebel und Knoblauch darin ca. 5 Minuten glasig dünsten.
  • Dann die Kartoffeln und die Petersilie dazugeben, umrühren und nochmal 5  Minuten garen.
  • Die Kartoffelmasse in die Pfanne drücken.
  • Die Eier mit ca. je einem halben Teelöffel Salz und frisch gemahlenem Pfeffer verquirlen und gleichmäßig über den Kartoffeln verteilen.
  • Die Pfanne abdecken, die Hitze ein wenig reduzieren und ca. 20 Minuten garen (oder bis die Eier gestockt sind). Danach in Stücke schneiden.
  • Während die Tortilla in der Pfanne stockt, können die restlichen Tapas vorbereitet werden.
  • die Backpflaumen je nach Geschmack mit einer halben oder ganzen Scheibe Bacon umwickeln und in einer Pfanne bei mittlerer Hitze von allen Seiten braten.
  • Die Chorizo in Scheiben schneiden, wer mag, auch ein bisschen anbraten. Ich mochte.
  • Alles zusammen mit den Oliven und ein paar Baguettescheiben anrichten.

Rezept Tapas Backpflaumen im Speckmantel

Rezept Tapas Tortilla

Hach, ich krieg schon wieder Hunger. Das Rezept für die Tortilla ist übrigens das allererste Rezept im (englischsprachigen) Kochbuch “World Kitchen SPAIN”*. Darin gibt’s noch so viele andere leckere Gerichte, die ich unbedingt noch ausprobieren muss. Vielleicht gibt’s ja dann bald ein “Tapas reloaded”. Hättet ihr Lust darauf?

P.S. Die Tortilla ist auch kalt total lecker.
P.P.S. So ein Tapas-Teller eignet sich auch hervorragend als “Tatort-Knabberei”. :)

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Roadtrip, Baby – 4 Tage in Katalonien, an der Costa Brava und auf den Spuren von Salvador Dalí

Roadtrip Katalonien Costa Brava (1 von 3)

Als wir letzten Sommer nach Barcelona kamen, stand ein Roadtrip schon fest im Programm. Der Mietwagen war gebucht und nach der ersten Nacht in Barcelona sollte es losgehen. In Richtung Valencia. Vielleicht sogar bis Madrid.

So der Plan. Bis zu unserem ersten Gespräch im Hostel über unsere Reisepläne. Im Brustton der Überzeugung berichteten wir von dem geplanten Roadtrip in Richtung Valencia, nur, um eine Sekunde später zu hören zu bekommen, dass sich das eigentlich nicht lohnen würde. Valencia sei wie Barcelona nur kleiner und die Strecke bis dorthin nicht besonders reizvoll. Wenn wir etwas anderes sehen wollen, sollten wir die Küste entlang nach Norden fahren. Cadaqués sei ein Traum.

Und da Pläne nun mal dazu da sind, über den Haufen geworfen zu werden, nahmen wir uns am Abend bei einer Portion Tapas die Straßenkarte vor und beschlossen bei unseren Trip an der Costa Brava auf jeden Fall auch einen Abstecher nach Figueres, ins Dalí-Museum zu machen. Nachdem ich im Februar in Paris schon eine Ausstellung von ihm gesehen habe, wollte ich unbedingt mehr sehen.

Tag 1 – Der schönste Strand nördlich von Barcelona

Mit dem Meer zu unserer Rechten verlassen wir am nächsten Vormittag die Stadt, um uns schon 30km später in Vilassar de Mar bei einem späten Frühstück mit Kaffee und Gebäck zu stärken.

Einen der schönsten Strände, ein Geheimtipp aus dem Hostel, entdecken wir in Sant Pol de Mar. Breit, ruhig und nicht überlaufen. Hier kann man es gut aushalten.

Aber uns zieht es bald weiter. Im Auto schmettern wir mit zu den (peinlichen) Hits unserer Jugend, wir picknicken am Strand von Blanes, ein paar Meter weiter übergibt sich ein kleines Mädchen im hohen Bogen. Idylle pur.

Unzählige Fotostopps am Rande der Küstenstraße später (ja, das Meer, die raue Küste, die Boote und das Meer, die raue Küste….) stranden wir in Sant Feliu de Guíxols, einer kleinen katalanischen Hafenstadt. Das (fensterlose Mini-)Zimmer ist schnell gefunden und der Abend in den Altstadtgassen mit seinen vielen kleinen Geschäften und Bars herrlich gemütlich. Life is good!

Roadtrip Katalonien Costa Brava (1 von 11)    Roadtrip Katalonien Costa Brava (2 von 11)

Tag 2 – Rendezvous mit Salvador Dalí

Wir sind kurz davor, noch einen Tag länger zu bleiben, aber nach dem zweiten Café con Leche in der Morgensonne hören wir Herrn Salvador Dalí in Figueres nach uns rufen.

Die Strecke ist in einer guten Stunde geschafft und das Teatre-Museu Dalí in Figueres nicht zu übersehen. Genauso wenig wie die ewig lange Schlange. Uff, damit haben wir nicht gerechnet. Ich will gerade schon meine Hoffnungen begraben, als wir plötzlich mit Trick 17 fast an der Kasse stehen.

Im Museum großes Staunen, Stirnrunzeln und Begeisterung. Ein paar Monate zuvor war ich schon einer Dalí-Ausstellung in Paris und war schon damals ziemlich begeistert. Aber es war kein Vergleich zu dem, was wir hier zu sehen bekommen. Bleistiftzeichnungen, Gemälde, Installationen, Skulpturen und ein Gespür für den schmalen Grat zwischen Genie und Wahnsinn auf dem Salvador Dalí gewandelt sein muss. Fasziniert traten wir nach 3 Stunden zurück ins Sonnenlicht. Wow! Über den Mann will ich noch mehr erfahren und es wanderte sofort eine Biografie auf meine Leseliste.

Wie es der Zufall will, liegt der frühere Wohnort ebenfalls auf unserem Weg. Nur ein paar Kilometer von dem inzwischen schon mehrfach empfohlenen Cadaqués, unserem Ziel für die nächste Nacht, entfernt. Damit ist schon klar, womit wir den nächsten Tag beginnen würden. Die Ankunft in Cadaqués ist etwas holprig und die Suche nach einem Zimmer, Wochenende sei Dank, nicht ganz einfach, aber letztlich erfolgreich. Der Sundowner am Hafen dieser kleinen Stadt entschädigte für die “Strapazen”. Fast will man sagen, dass das es schön hier ist. Doch was stört, sind die Unmengen an Touristen. Aber gut, es ist August und Hauptferienzeit in Europa, deshalb drücke ich ein Auge zu und genieße den Ausblick auf den Hafen.

Roadtrip Katalonien Costa Brava (3 von 11)    Roadtrip Katalonien Costa Brava (4 von 11)
Tag 3 – Zu Besuch in Port Lligat

Der Weg von Cadaqués zum Haus von Salvador Dalí in Port Lligat ist nicht weit, deshalb lassen wir das Auto stehen und machen uns zu Fuß auf den Weg zu der kleinen Bucht. Wider Erwarten sind wir nicht die Einzigen mit dieser Idee. Wieder wäre es besser gewesen, vorher Eintrittskarten zu bestellen. Aber manchmal hat man eben mehr Glück als Verstand und wir bekommen trotzdem Eintrittskarten ins Wohnhaus. Das Anwesen ist sehr verwinkelt, was an der Tatsache liegt, dass es aus ehemaligen 7 Fischerhütten besteht, die die Dalís nach und nach gekauft haben. Wir sind fasziniert vom Ausblick von der Terrasse auf die Bucht, bestaunen das Atelier des Künstlers und schütteln den Kopf als wir den Spiegel in seinem Schlafzimmer sehen, der dafür sorgte sollte, dass Salvador Dalí der erste Spanier war, der die Morgensonne sehen konnte. Von seinem Bett aus. Überall auf dem Anwesen finden wir, wie auch auf dem Dach im Museum in Figueres, riesige Eier. Im Garten, auf einer weiteren Terrasse und am Pool möchte man fast behaupten, auf dem Anwesen eines Messis zu sein, so viele Dinge wurden hier zu “Objekten” verarbeitet. Einmal mehr macht sich große Faszination und Neugier auf diese exzentrische Persönlichkeit breit und lässt uns auch nicht los als wir schon längst wieder im Auto sitzen.

Roadtrip Katalonien Costa Brava (5 von 11)    Roadtrip Katalonien Costa Brava (6 von 11)

Mit etwas Angstschweiß auf der Stirn holpern wir die schmale Straße zum Cap de Creus hinauf, dem östlichsten Punkt Spaniens. Am Strand von Roses lassen wir uns eine vorzügliche Paella schmecken und landen am Abend, entgegen unserer Pläne, nicht in Frankreich sondern in Llançà. Wir ergattern ein Hotel mit Balkon und Meerblick und plaudern uns dort bei Sangria und Tapas in den letzten Sonnenuntergang bevor es nach Barcelona zurückgeht.

Roadtrip Katalonien Costa Brava (3 von 3)

Roadtrip Katalonien Costa Brava (8 von 11)    Roadtrip Katalonien Costa Brava (9 von 11)

Tag 4 – Lovely Girona

Wehmütig steuern wir am nächsten Tag unser letztes Ziel der Reise an: Girona. Was für ein schönes, entspanntes Städtchen mit vielen kleinen Gassen zum Shoppen und Bummeln. Besonders in Erinnerung ist mir aber nicht die schöne Altstadt oder die Kathedrale Santa Maria. Nein, nie vergessen werden wir wohl den Milchkaffee den wir dort bestellt haben. Der will uns nämlich so gar nicht schmecken. Ist die Espressomaschine kaputt oder liegt’s an einer falschen Bohne im Kaffee? Nach ewigem Rätselraten und einem Blick auf das Kleingedruckte in der Karte kommen wir drauf: Es liegt tatsächlich an der falschen Bohne. Nämlich der Sojabohne in der “Milch”. Wir sind versehentlich in einem veganen Café gelandet und nun um die Erkenntnis reicher, dass Kaffee mit Sojamilch nicht unser Ding ist.

Einen richtigen Café con leche später sind wir mit der Stadt wieder versöhnt und machen uns auf den Weg zurück nach Barcelona. Denn nun wollen wir endlich die Stadt entdecken.

Roadtrip Katalonien Costa Brava (10 von 11)    Roadtrip Katalonien Costa Brava (11 von 11)

Unsere Route in Kurzfassung:

Barcelona – Vilassar de Mar – Sant Pol de Mar – Blanes – Sant Feliu de Guíxols – Figueres – Cadaqués – Cap de Creus – Roses – Llançà – Girona – Barcelona

Fazit:

Die Planänderung hat sich mehr als gelohnt. Wir sind in den 4 Tagen zwar nur ca. 500km gefahren, aber haben eine Menge gesehen. Und wer Salvador Dalí mag, für den ist diese Strecke fast ein Muss.

…Valencia werde ich mir trotzdem irgendwann noch ansehen. ;)

Was waren eure Roadtrip-Highlights in Spanien?

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Huch, war nicht eben noch Anfang Februar? Wo sind denn schon wieder die letzten 4 Wochen hin? Da hatte ich mir für meinen Themenmonat Österreich so viel vorgenommen und so wenig geschafft. Na ja, das heißt, ich habe noch Entwicklungspotential für den nächsten Monate und vielleicht werde ich auch noch den einen oder anderen kleinen Österreich-Artikel nachschieben.

Jetzt geht’s erst einmal mit voller Kraft in den März und da heißt es: Viva España. Olé!

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Nur 48 Stunden in… Innsbruck

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Dass ich Städtereisen liebe, ist nichts Neues, aber reichen 48 Stunden, um eine Stadt zu entdecken? Normalerweise bin ich der Typ Mensch, der sich lieber 3, 4 oder 5 Tage in einer Stadt aufhält, um sie richtig zu erkunden und auf den Geschmack zu kommen. Meistens brauche ich ungefähr einen Tag, um mich mit einer neuen Stadt einzugrooven. Aber ich habe das Experiment “nur 48 Stunden” in Innsbruck gewagt und bin doch erstaunt, was alles in diese beiden Tage gepasst hat.

Dabei hatte ich sogar mit erschwerten Bedingungen zu kämpfen, denn mein Hotel, das ADLERS Hotel machte mir nicht gerade einfach, mein Zimmer zu verlassen. Als ich am Donnerstagabend ankam, konnte ich die schicke Einrichtung des Zimmers bewundern. Aber ich ahnte schon, dass der Ausblick aus dem riesigen Panoramafenster im 11. Stock mich am nächsten Morgen aus den Socken hauen würde. Ich täuschte mich nicht. Sogar ich alter Langschläfer werde morgens früh wach und sah im Dämmern vom Bett aus auf die Nordkette. Was für ein An- und Ausblick. Ich kann mich gar nicht satt sehen, eine gute Stunde später stehe ich schweren Herzens auf und gehe zum Frühstück. Auch hier kann ich den Blick kaum von den schneebedeckten Bergen lösen. Ob ich dieses Hotel vor Sonntag überhaupt verlassen werden? Irgendwann am späten Vormittag setze ich tatsächlich den ersten Schritt auf die Straßen Innsbrucks.

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Ein paar Dinge möchte ich mir gern ansehen, aber vor allem will ich schauen, ob ich irgendetwas in Innsbruck wieder erkennen werde. Schließlich war ich vor *hust* 23 Jahren im zarten Alter von 10 Jahren schon einmal hier. Damals  für einen Tag, mit meinen Großeltern. Doch die Erinnerungen sind blass. Ich habe das Goldene Dachl vor meinem inneren Auge und die Skischanze am Bergisel. Vor dem Goldenen Dachl stehe ich tatsächlich schon bald wieder als ich meinen Weg vom Vorabend noch einmal gehe. Ich bummle durch die Altstadt bis zur Ottoburg, wo ich am Abend zuvor diese verdammt leckeren Schlutzkrapfen gegessen hatte. Und schon stehe ich an der Innbrücke. Der Himmel ist blau, die Sonne scheint und grünlich schlängelt sich der Inn durch die Stadt inmitten dieser herrlichen Bergkulisse. Ja, es ist ein bisschen kitschig, aber auf die schöne Weise. Vor der Reise hatte ich mich noch gefragt, ob sich die große Nähe zu den Bergen wohl bedrückend anfühlen würde, doch ganz im Gegenteil. Irgendwie fühlt es sich sogar beruhigend an, den Blick immer wieder auf den Bergen ruhen lassen zu können. Während ich meinen Gedanken nachhänge, schwebt ein Flugzeug langsam über der Stadt herein. In dem Moment bin ich fast ein bisschen traurig, dass die Anreise aus München so kurz und unproblematisch ist. Der Anflug auf die Stadt muss spektakulär sein.

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Aber ich tröste mich, dass ich heute auch noch hoch hinaus kommen werden. Nicht so hoch wie ein Flugzeug, aber immerhin so um die 2000 Meter. Aber vorher drehe ich noch eine Runde über den Weihnachtsmarkt, besuche eine Fotoausstellung mit wunderbaren Schwarz-Weiß-Aufnahmen des finnischen Fotografen Pentti Sammallahti in der Galerie FO.KU.S im Stadtforum und gehe im Audioversum den Geheimnissen des menschlichen Gehörs auf den Grund. Die Zeit vergeht wie im Flug. Nun muss ich mich aber beeilen, damit ich es noch rechtzeitig zur Nordkettenbahn schaffe. Mit der Standseilbahn geht es hinauf zur Station “Hungerburg”. Hier oben wartet ein kleiner Weihnachtsmarkt auf mich, wo ich mir den ersten Kiachl meines Lebens und einen Punsch mit Aussicht auf die Stadt genehmige. Das Leben ist schön. (Kiachl sind übrigens frittierte Hefefladen, wahlweise mit Marmelade oder Sauerkraut. Mir hat’s mit Sauerkraut saugut geschmeckt.)

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Frisch gestärkt geht’s mit der Seilbahn weiter hinauf, bis zur Seegrube. Hach, ich hätte den Stopp auf dem Weihnachtsmarkt auf dem Rückweg einlegen sollen. Für die letzte Etappe, die Fahrt zur Bergstation “Hafelekar” reicht es leider nicht mehr. Aber auf der Seegrube ist es auch schön. Die Sonne geht hinter den Bergen unter und ich sehe die Lichter der Stadt immer heller leuchten. Die perfekte Gelegenheit, mich mal wieder ein bisschen ab der Langzeitbelichtung versuchen. Mit meinen eiskalten Händchen nicht ganz einfach, aber auch nicht unmöglich. Irgendwann wird’s mir dann aber doch zu zapfig und ich mache mich auf den Weg in Richtung Talstation. Durchgefroren bleibe ich auf dem Weg zum Hotel im “Café Central” hängen und probiere den Kaiserschmarren. (Meinen mag ich immer noch lieber.)

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Die netten kleinen Geschäfte schließen leider schon recht früh, so dass ich beschließe, den Abend ruhig angehen zu lassen und den Wellnessbereich im Hotel zu testen. Immerhin ist er fast neben meiner Zimmertür. In der Sauna, aus der man selbstverständlich auch den Ausblick genießen kann, wäre mich wieder auf und hole mir die nötige Bettschwere.

Mein zweiter Tag beginnt quasi wie der erste. Allerdings bleibe ich dieses Mal “nur” eine halbe Stunde im Bett liegen. Für heute steht der Bergisel auf dem Programm. Aber vorher will ich noch den Stadtturm erklimmen. Der Weg in die Innenstadt ist heute ein wenig beschwerlicher, denn einige Busladungen Touristen scheinen unterwegs zu sein. Zum Glück will sich kaum jemand die Mühe machen, die zig Stufen auf den Turm zu klettern. Der Aufstieg lohnt sich. Denn neben Ruhe gibt es wieder einen herrlichen Ausblick über Stadt und Berge. Ich kann mich einfach nicht satt sehen daran und am liebsten würde ich hier oben bleiben, um dem Getümmel zu entgehen. Aber kaum bin ich unten entwische ich in eine der Altstadtgassen, kaufe in einem urigen Schnapsladen noch einen leckeren Birnenbrand und mache mich auf den Weg zum Bergisel. Unterwegs komme ich an vielen schnuckeligen Läden vorbei und ich wünschte, ich hätte genug Platz im Gepäck, um ein bisschen Shoppen zu können.

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Gemütlich gehe ich den Berg hinauf und mache auf einer Bank rast, auf der ich denselben Ausblick habe wie 1991. Zehn Minuten später bin ich dann auch schon an der Bergiselschanze, wo jedes Jahr das 3. Springen der Vierschanzentournee ausgetragen wird. Der Wiedererkennungswert geht gegen null, denn die Schanze wurde 2002/03 neu gebaut. Der Neubau gefällt mir richtig gut. Ach ja, und die Aussicht von oben… Ohne Worte. <3

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Tja, und mit dem Rückweg vom Bergisel ist meine Zeit in Innsbruck quasi vorbei. Ich spaziere gemütlich über die Marie-Theresien-Straße und ein letztes mal durch die Altstadt zurück zum Hotel und ziehe meinen Koffer wehmütig gen Bahnhof. Innsbruck, es war mir ein Vergnügen und ich komme ganz bestimmt mal wieder. Denn in 2 statt 4 Tagen wird man von einer Stadt richtig guten Stadt nicht satt, aber holt sich ordentlich Appetit auf mehr. Beim nächsten Mal komme ich aber mit leerem Koffer, um ausgiebig in den bezaubernden kleinen Lädchen zu stöbern.

Viele Erinnerungen an meine frühere Innsbruck-Reise sind leider nicht wach geworden. Aber wozu gibt es alte Fotos und eine Oma, die alle Geschichten dazu erzählt? :)

Blick vom Bergisel über Innsbruck und zur Nordkette Innsbruck-23 Innsbruck

Disclaimer: Zu dieser Reise wurde ich eingeladen von Tirol Werbung. Vielen Dank dafür!

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in fremden Küchen: Schlutzkrapfen

Ich war kaum 2 Stunden in Innsbruck und schon war ich verliebt. Es passierte in der Ottoburg, dem urigen Restaurant in einem der ältesten Gebäude der Stadt.

Mmh, er duftete himmlisch und war ziemlich heiß, der Schlutzkrapfen. Wie kann aus so einfachen Zutaten nur so ein Traum entstehen?

Was Schlutzkrapfen überhaupt sind? Nun, ich würde sie als Ravioli auf Tirolerisch bezeichnen. Klassisch sind sie mit einer Spinat-Kartoffel-Füllung gefüllt. Sie werden mit brauner Butter übergossen und mit reichlich Parmesan und Schnittlauchröllchen betreut serviert. Mir läuft jetzt schon wieder das Wasser im Mund zusammen.

Die Schlutzkrapfen sind wohl auch ein Grund, weshalb ein Kochbuch in Österreich als Souvenir in meine Tasche wanderte. Vor ein paar Wochen probierte ich es dann selbst. Erst war ich skeptisch, schließlich ich hatte noch nie einen Nudelteig selbst gemacht, aber letztendlich war das Rezept recht einfach. Die Zutaten sind simpel, nur mit der Zubereitungszeit hatte ich mich ein bisschen verschätzt. Das Rezept ist zwar nicht besonders aufwendig, braucht aber doch seine Zeit. Das machte das Fotografieren etwas umständlich und ich griff letztendlich zum Handy. Wiederum mit mäßigem Erfolg, weil es draußen immer dunkler wurde. Aber ich lerne dazu. Die nächste Kochaktion wird besser geplant.

Aber genug Geplänkel, hier das Rezept:

Zutaten:

Für den Nudelteig:
125g Roggenmehl
125g Pastamehl
1 TL Salz
75-100ml Wasser
1 Ei
2 EL Pflanzenöl
Mehl

Für die Füllung:
2 EL Butter
200g Blattspinat (blanchiert, gut ausgedrückt, klein geschnitten)
1 kleine Zwiebel (klein geschnitten)
1/2 Knoblauchzehe (klein geschnitten)
Salz, Pfeffer
eine Prise Muskatnuss
2 EL Quark
2 Pellkartoffeln (geschält, mit der Gabel zerdrückt)
4 EL geriebener Parmesan (oder Bergkäse)
4 EL braune Butter
Schnittlauchröllchen

  • Die Zutaten für den Nudelteig zu einem geschmeidigen Teil verkneten. Falls der Teig zu zäh wird, einfach etwas Wasser dazugeben. Den Teig gut kneten, zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie gewickelt eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
  • In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten. Dafür die Butter zerlassen, bis sie braun wird und anfängt nussig zu duften. Spinat, Zwiebel und Knoblauch durch darin andünsten, mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss würzen. Vom Herd nehmen. Wenn die Masse etwas abgekühlt ist, den Quark und die Pellkartoffeln unterrühren.

Rezept Schlutzkrapfen-2 Rezept Schlutzkrapfen-3 Rezept Schlutzkrapfen-4

  • Den Nudelteil dünn ausrollen. Am besten mit der Nudelmaschine. Aber es geht auch mit dem Nudelholz gut. Wichtig ist dann aber eine bemehlte Arbeitsfläche.
  • Mit einem Ausstecher oder Glas Kreise mit ca. 8cm Durchmesser ausstechen, die Ränder mit Wasser bestreichen und die Füllung mit einem kleinen Löffel in die Mitte geben.

Rezept Schlutzkrapfen-5 Rezept Schlutzkrapfen-10 Rezept Schlutzkrapfen-7

  • Nun die Kreise zusammenklappen, die Ränder festdrücken und die Schlutzkrapfen in kochendes Wasser legen.
  • Ca. 10min bei kleiner Flamme ziehen lassen, dann abtropfen und anrichten.
  • Mit brauner Butter beträufeln, dem Käse und den Schnittlauchröllchen bestreuen.
  • Sich beim ersten Bissen in die Schlutzkrapfen verlieben.

Rezept Schlutzkrapfen-9

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Das Rezept habe ich übrigens aus dem großartigen (und wunderschönen) Kochbuch “Österreich vegetarisch”* von Katharina Seiser und Meinrad Neunkirchner.

Rezept Schlutzkrapfen

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Kaum zu glauben, dass ich nun schon seit einem Monat nicht mehr unterwegs war. Jetzt habe ich ein paar Tage frei und es soll mal wieder raus aus München gehen, wenn auch nur kurz und nicht weit. Meine Geschmacksknospen sind mir da schon weit voraus. Sie waren ganz weit weg und zwar bei meinem Lieblings-Thailänder in der Münchner Maxvorstadt, dem Plaa Uan. Das Thai-Curry mit Ente ist einfach ein Traum und das perfekte Soulfood nach einem stressigen Tag.

Thaifood in München

 

Plaa Uan
Theresienstr. 134
80333 München
Tel: 089 51877846
Webseite: www.plaa-uan.de

 

 

 

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Auch wenn man sich ja bisher nicht über den Winter beschweren kann, weil es recht ruhig angehen lässt und mit Sonnentagen nicht geizt, sehne ich mich gerade wahnsinnig nach einem Tag am Strand, dem Rauschen des Meeres, dem Geruch von Sonnenmilch und der Sonne auf meiner Haut. So wie letztes Jahr im August in Barcelona…

 

Sunday Travel- Reisefoto der Woche - Sonne, Strand und Barcelona

 

Habt noch einen schönen Sonntag. :)

P.S. Ob das vielleicht schon ein kleiner Hinweis auf den nächsten Themenmonat ist? Wer weiß, wer weiß….

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in fremden Küchen: Quarkschmarren

Vor ein paar Jahren habe ich einen ziemlichen Fehler gemacht. Ich probierte aus “Born to Cook” von Tim Mälzer* ein Rezept für einen Schmarren. Das Problem: Er schmeckte mir so gut, dass ich jedes Mal, wenn ich irgendwo einen Kaiserschmarren probierte, dachte: “Ganz gut. Aber meinen mag ich irgendwie lieber.” Vielleicht liegt es daran, dass mein Kaiserschmarren eigentlich gar kein Kaiserschmarren sondern eher ein Quarkschmarren. Aber so kleinlich wollen wir doch nicht sein.

in fremden Küchen- Quarkschmarren (2 von 3)

Und weil Österreich und Mehlspeisen zusammen gehören, wie Pech und Schwefel, Adam und Eva und Zucker und Zimt, will ich euch das Rezept für meinen saftigen Quarkschmarren nicht vorenthalten.

Für 1 Portion brauchst du:

4 Eier (getrennt)
100g Magerquark
1 EL Zucker
75g Mehl
40g Mandelstifte
30g Rosinen
1 Msp. gem. Vanille
Salz
Butter
Puderzucker

…und ca. 30 Minuten Zeit.

Und so geht’s:
  1. Den Backofen auf 200°C (180°C Umluft, Gas: 3 bis 4) vorheizen.
  2. Dann den Quark in einem Tuch auspressen und in eine Schüssel geben. Milch, Eigelbe, Zucker, eine Prise Salz und die Vanille dazugeben und verrühren.
  3. Das Mehl in eine andere Schüssel geben und die Quarkmasse unterrühren.
  4. Nun die Eiweiße mit einer Prise Salz steif schlagen und ebenfalls unterheben. Zum Schluss noch die Rosinen und die Mandelstifte dazu geben.
  5. Butter in einer feuerfesten Pfanne erhitzen. (Ich habe keine feuerfeste Pfanne, deshalb umwickle ich den Griff immer gut mit Alufolie. Das funktioniert prima.)
  6. Die Quarkmasse in die heiße Pfanne geben, bei mittlerer Hitze ein paar Minuten stocken lassen und danach im Backofen auf mittlerer Schiene ca. 10 Minuten fertig backen.  
  7. Danach raus aus dem Ofen und mit zwei Gabeln in Stücke reißen. 
  8. Ein bisschen Puderzucker on top und fertig ist der Quarkschmarren. Mjam!

Dazu: Wer mag Apfelmus oder Pflaumenkompott.

in fremden Küchen- Quarkschmarren (3 von 3)

 

Merke: Essen zu fotografieren, ist schwieriger als gedacht.

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Quicktipp: Mit den Knochen Musik hören – im Audioversum in Innsbruck

Als ich bei den Vorbereitungen zu meiner Städtereise nach Innsbruck das erste Mal über das Audioversum las, wusste ich: Da muss ich hin! Das Audioversum ist nämlich eine interaktive Ausstellung rund ums Gehör. Mich fasziniert der menschliche Körper, also ganz klar, dass ich auch etwas mehr über das Gehör wissen wollte.

Der Eingang zum Audioversum auf der Wilhelm-Greil-Straße ist etwas unscheinbar, was aber vor allem daran liegt, dass ich mit etwas Größerem gerechnet hatte. Rasch zahlte ich meinen Eintritt (6,50€/ermäßigt 5€), verstaute meine Sachen in den Spind und ging die “Klangtreppe” zu den Ausstellungräumen hinauf, auf der mich auf jeder Stufe Innsbrucker Alltagsgeräusche begleiteten. Offensichtlich hatte ich Glück, denn es war gerade nicht viel los, so dass mir eine Mitarbeiterin alle Exponate erklären und vorführen konnte.  Ich konnte Alltagsgeräusche “erfühlen”, in einem Spiel mit meinem Gehör Vögel fangen, Geräusch erraten, und vieles mehr. Ganz besonders beeindruckt haben mich allerdings diese 4 Stationen:

© Pressefoto Audioversum© Pressefoto Audioversum

1. Das Virtuelle Ohr

Hier erzeugt man selbst Geräusche und kann direkt in einer virtuellen 3D-Darstellung sehr detailliert verfolgen, wie der Schall vom Ohr bis zum Gehirn umgesetzt wird. Ich fand es total spannend, zu sehen, wie das Trommelfell vibriert, Hammer, Amboss und Steigbügel in Bewegung geraten und die Haarzellen in der Hörschnecke, den Schall in Nervenimpulse umwandeln.

2. Knochenleitung

Man kann mit den Knochen Musik hören. Kein Witz. An einer Wand angebrachte Trichter übertragen den Schall und wenn man die Stirn, das Kinn oder irgendeinen anderen Knochen an diesen Trichter hält, hört man (trotz zugehaltenen Ohren) die Musik. Irre.

© Pressefoto Audioversum

© Pressefoto Audioversum

3. Haarzellen-Musik

Im Ohr befinden sich die wichtigen Haarzellen, die, einmal zerstört, nie wieder nachwachsen. Aber wie hört sich die Musik an, wenn ich z.B. plötzlich keine Obertöne mehr höre? Hier kannst du’s ausprobieren. …und hoffen, dass deine Haarzellen lange gesund bleiben.

© Pressefoto Audioversum

© Pressefoto Audioversum

4. Gehör(t)

Und wie fühlt sich der Alltag an, wenn das Gehör nachlässt? Ein Film zeigt verschiedene Situationen mit Innsbrucker Alltagsgeräuschen und blendet stufenweise immer mehr Geräusche aus.

Fazit:

Das Audioversum ist auf jeden Fall einen Besuch wert, vor allem wenn man mit Kindern in Innsbruck unterwegs ist. Der Eintritt ist nicht unbedingt günstig, für eine Ausstellung mit der man in gut einer Stunde durch ist, aber selten ist mir von einer Ausstellung so viel im Gedächtnis hängen geblieben. Es macht einfach Spaß, die Dinge selbst zu erfahren.

Audioversum
Wilhelm-Greil-Str. 23
A-6020 Innsbruck
Webseite: http://www.audioversum.at/

Disclaimer: Zu dieser Reise wurde ich eingeladen von Tirol Werbung. Vielen Dank dafür!

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13 Ziele für 2013 – was ist daraus geworden?

13 Ziele für 2013

 

  1. Mindestens drei Städtereise machen. (Prag, Paris und Krakau sind heiße Favoriten)
    Check! Ich sag nur Paris, Barcelona, Innsbruck. …und das waren noch nicht mal alle… :)
  2. Wandern im Frühjahr (danach hoffentlich noch öfter)
    Wenn ich die kleine Mini-Wanderung rund um Bad Tölz zähle, dann hab ich das Ziel wenigstens so halb, aber nicht zufriedenstellend erreicht. Es kommt auf jeden Fall auch auf die Liste für 2014.
  3. Mir mehr Zeit für meine Liebsten nehmen. Das Leben passiert manchmal schneller an mal gucken kann und nicht immer gibt es ein “später”.
    Wie wahr. Ich bin zufrieden, aber schreibe es auch auf die Liste für 2014 und 2015 und 2016 usw.
  4. ENDLICH das Fotobuch zu meiner Australien-Reise fertig kriegen.
    0 Punkte. Keinen Finger hab ich 2013 für das Fotobuch krumm gemacht. Ich weiß auch nicht, ob es jemals passieren wird.
  5. Mehr Fotografieren.
    Ja, ich habe mehr fotografiert, aber ich bin nicht zufrieden, weil zu wenig Zeit für eigene Projekte blieb. Das soll sich 2014 ändern.
  6. Aus der Idee, Weihnachten und den Jahreswechsel in Melbourne oder Neuseeland zu feiern, Tatsachen machen.
    Daraus ist leider nichts geworden. Ich habe 2013 Europa nicht verlassen. Im Sommer 2014 sollte sich das ändern.
  7. Ein paar Tage das Leben in Frankreich, Spanien oder Italien genießen.
    Ja, sogar in Frankreich, Spanien UND Italien. :)
  8. Mehr lesen (jeden Monat ein Buch wäre schon ein Anfang)
    Mehr auf jeden Fall, jeden Monat ein Buch, hab ich, glaube ich, nicht ganz geschafft.
  9. Ski fahren lernen.
    Verschoben auf 2014.
  10. Endlich mal eine der Pinakotheken in München besuchen. Man darf es gar nicht erzählen, dass ich seit 3 Jahren quasi direkt daneben wohne, es aber noch nie geschafft habe, hineinzugehen.
    Geschafft! Pinakothek der Moderne. Sehr zu empfehlen. Dieses Jahr ist dann eine der anderen beiden Pinakotheken dran.
  11. Das Stille-Post-Buch in den Händen halten.
    Wie gut, dass ich so lange mit dem Fazit gewartet habe, denn seit gestern kann ich es tatsächlich in den Händen halten. Toll ist es geworden. Danke, Birgit!

    Buch zum Fotoprojekt Stille Post

  12. Mehr Schreiben.
    Ging schon ganz gut, aber es könnte noch sein.
  13. Eine Ecke Deutschlands besuchen, die ich noch nicht kenne.
    Ich sag’ nur: Birnen, Biber, Surfbrett. Im Havelland war’s richtig nett.

Fazit: Knapp 9 von 13 Zielen sind erreicht. Ich bin zufrieden, aber 2014 geht noch mehr. Was ist mir Schönes für 2014 vorgenommen habe, erzähle ich euch in ein paar Tage.

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